Himmelswillen (Liedtext)

Strophen:

Des Wolkentanzes lieblich Gesicht,
hält mit dem Windspiel Gleichgewicht,
noch ist des Himmels Wille,
die gewogne Abendstille.

Doch rasch, erst sacht erhebend,
wird die Luft schon stark belebend,
so wie des Hahnes roter Kamm,
schwellen Wolken tiefschwarz an.

Kaum zu messen von der Zeit,
steht das Sturmheer dann bereit
und mit lautem Richterschlage,
tritt das Ungetüm zu Tage.

Flimmernd Kristalle aus scharfem Eis,
wirbeln zornig in magischem Kreis,
dem alten Baume bricht das Herz,
und fällt zu Boden mit ächzend Schmerz.

Getragen durch des Donners Hall,
stürzen sich mit hellem Schall,
grelle Blitze jäh darnieder,
um sich im Erdreich zu verbrüdern.

In Eintracht für den Kampf gerüstet,
was einst von Schönheit, nun verwüstet
und mit letztem grollend Schrei,
wird der Himmel wieder frei.

Geheilt wird was an Wunden schwer,
mit Himmels Wille und Erdens Ehr,
geboren soll werden des Lebens Macht,
so ist’s vom Schicksal angedacht.

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